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Typische Männerberufe

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Gibt es heutzutage noch typische Männerberufe, oder teilen sich Männer und Frauen im Zuge der Emanzipation und Gleichberechtigung tatsächlich alle Berufsfelder gleichermaßen? Die Antwort zu dieser Frage muss differenziert betrachtet werden, denn obwohl in der Theorie keine Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Bewerbern für Berufe mehr gemacht werden dürfen, verbleiben in der Praxis genügend Berufsfelder, die weiterhin eine feste Domäne der Männer darstellen.

Schweiß, Gefahr und enormer Druck – das Profil typischer Männerberufe

Warum finden sich in manchen Berufsfeldern mehr Männer als Frauen, obwohl beide Geschlechter theoretisch die gleichen Chancen haben? Im Allgemeinen hängt diese Tatsache mit den Anforderungen zusammen, welche die von Männern dominierten Berufe an die Arbeitskräfte stellen. Einige Tätigkeiten erfordern extreme physische Leistungen von den Arbeitern – wie etwa das Fördern von Erdöl auf abgelegenen Bohrinseln. Die Arbeitskräfte sind hier tagtäglich härtesten Witterungsbedingungen, belastender Arbeit und einer langen Isolation von Familie und Freunden ausgesetzt. Nur die wenigsten Frauen finden in diesem Beruf Erfüllung.

Natürlich gibt es auch Berufsfelder, die zwar mit weniger starken Belastungen für den Körper einhergehen, in denen jedoch noch immer die Männer die Mehrzahl der Ausübenden darstellen. So werden oftmals Berufe, die ein hohes Maß an technischem, physikalischem und mathematischem Verständnis erfordern, vorwiegend von Männern ausgeführt. Erfreulicherweise erwacht in immer mehr Frauen die Freude an diesen Naturwissenschaften, so dass es heutzutage auch Maschinenbauerinnen, Ingenieurinnen und Automechanikerinnen gibt – dennoch sind es gerade die Männer, deren Interessen in diesen Bereichen liegen und welche dahingehend schon von Kindesbeinen an gefördert werden.

In den folgenden Berufen trifft man auch heute noch überwiegend auf einen Mann als Ausübenden:

  • Maurer
  • Metallbauer
  • Elektroniker
  • Maler
  • Berufskraftfahrer
  • Soldat
  • Architekt
  • Security
  • Lagerarbeiter
  • Geschäftsführer

Wenn man von den körperlichen Anforderungen mancher Berufe absieht, kann das vorherrschende Verständnis über die typischen Männerberufe – und die Verteilung von Männern und Frauen in diesen Domänen – Verwunderung hervorrufen. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass die Forderung nach Gleichberechtigung noch immer dem jahrhundertealten Traditionsdenken in Bezug auf die Rolle des Mannes und der Frau gegenübersteht.

Typisch Mann, typisch Frau – Berufe und Tradition

Der Grund, warum Männer in typischen Männerberufen noch immer dominieren, liegt oftmals im fest verankerten traditionellen Rollengedanken, in dem auch heute noch beide Geschlechter erzogen werden. Einem Mädchen werden schon frühzeitig Puppen geschenkt, um die es sich kümmern darf – während der Bub mit Bauklötzen, Chemiebaukästen und Fahrzeugmodellen zum selber bauen beschenkt wird. Hier werden bereits die Grundsteine für spätere Interessen gelegt, so dass es niemanden wirklich wundern darf, wenn das Mädchen mit den Puppen, heute als erwachsene Frau, gerne Erzieherin werden möchte – während der Bub vom damals, nach Jahren des Zusammenbauens und Auseinandernehmens, als Mechaniker Karriere macht.

Bis der Prozess des Umdenkens abgeschlossen ist, werden daher auch weiterhin vorwiegend Männer in typischen Männerberufen, wie Personenschützer und Gerüstbauer, zu finden sein.

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