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Frauen und der Arbeitsmarkt

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Nicht nur für Wiedereinsteigerinnen ist der Start in die Arbeitswelt kein einfacher. Auch Schulabgängerinnen müssen sich im Wettkampf um die besten Jobs gegen ihre Klassenkameradinnen und ihre männlichen Mitbewerber durchsetzen. Von der guten Konjunktur in den letzten Jahren konnten Frauen im Gegensatz zum männlichen Geschlecht wenig profitieren. Besonders die Teilzeitquote steigt unaufhörlich, da es meist die Mütter sind, die beim Nachwuchs daheim bleiben und nach zwei bis drei Jahren wieder in das berufliche Leben einsteigen. Da eine ganztägige Betreuung hierzulande nicht üblich ist, greifen berufstätige Hausfrauen auf meist schlechtbezahlte Teilzeitangebote zurück. Innerhalb der EU ist der Trend genau entgegengesetzt, durchschnittlich erfüllen sich immer mehr Mütter den Wunsch und steigen nach der Karenzzeit wieder Vollzeit ein. Natürlich ist das nur möglich, wenn adäquate Betreuungseinrichtungen für das Wohl des Nachwuchses sorgen. Studien haben ergeben, dass sich das Familienleben bei vollzeitbeschäftigten Müttern sogar harmonischer gestaltet und die gemeinsame Zeit für Groß und Klein wertvoller und wichtiger wird. Egal, ob Teilzeit oder ganztags, Frauen sind nach wie vor benachteiligt und stehen auf der Karriereleiter einige Stufen unter den Männern.

Arbeitsmarkt für Frauen in Österreich

In Österreich steigt die Erwerbsquote der Frauen nach wie vor, doch nimmt auch die Zahl der Teilzeitstellen immer mehr zu. Innerhalb von 7 Jahren erhöhte sich die Zahl der Frauen, die für einige Stunden in der Woche eine Tätigkeit ausüben, von 33 % auf 41 % (2007). Die Frauenerwerbstätigkeit, umgerechnet auf die Vollzeitstellen, sank in den letzten Jahren sogar. Mehr als 70 % der Frauen üben sogar nur eine geringfügige Beschäftigung aus, diese ist ebenso stark gestiegen. Die Einkommensschere öffnet sich somit immer weiter, derzeit beträgt der Unterschied zwischen Mann und Frau für eine gleichwertige Arbeit satte 23 %. Nicht nur die Diskriminierung des weiblichen Geschlechts im Arbeitsleben – manche gut dotierte Managerposten werden nur mit Männern besetzt – ist für diese untragbare Situation am Arbeitsmarkt verantwortlich. Denn während für männliche Arbeitssuchende hochwertige Umschulungen und kostenspielige AMS-Maßnahmen zur Verfügung gestellt werden, erhalten Frauen überwiegend „billige“ und qualitativ wenig sinnbringende Kurse und Weiterbildungsangebote. Trotzdem sollte man nicht klein beigeben und vor allem nicht nur auf die Unterstützung des Staates vertrauen. Selbst ist die Frau, auch im Hinblick auf Initiativbewerbungen.

Arbeitsmarkt für Frauen in Deutschland

Die Zwänge, die zu früheren Zeiten in der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung zu finden waren, gehören heutzutage glücklicherweise der Vergangenheit an. Der Arbeitsmarkt in Deutschland wandelt sich zusehends zu einer Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft, in der die körperliche Leistungsfähigkeit nicht mehr so viel Unterschied macht. Trotzdem ist deshalb keine automatische Verbesserung für Frauen im beruflichen Leben in Sicht. Branchen, die vom Abbau bedroht sind, beschäftigen oft eine Vielzahl an weiblichen Arbeitnehmern. Hochqualifizierte Frauen profitieren durch die ständig steigenden Qualifikationsanforderungen, Frauen ohne Studium und schlechter Schulbildung sind die Verlierer. Besonders Mütter würden gerne früher in den Arbeitsmarkt einsteigen und auch länger arbeiten, könnten sie auf flexible Arbeitszeiten zurückgreifen. Die Phase der Familiengründung verschiebt sich jedoch immer mehr nach hinten, da die Zeit der Ausbildung sich ausweitet. Gerade deshalb fällt die wichtige aktive Phase im Berufsleben oft mit der Kinderplanung zusammen. Frauen, die trotz aller Widrigkeiten auch im Job ihren Mann stehen möchten, entscheiden sich für aktive Blindbewerbungen und hoffen nicht nur auf eine Unterstützung durch den Staat. Oft ist auch eine Jobbörse als Alternative zu Agentur für Arbeit die bessere Adresse für aktuelle und attraktive Stellenangebote, die eine gute berufliche Zukunft für die moderne Frau von heute garantieren.

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